Der Mensch sollte im Vordergrund stehen

Im Einzelhandel sollte der Mensch im Vordergrund stehen, nicht Produkte und Preise. Das hat Handelsexperte und Buchautor Elmar Fedderke am Dienstagabend bei einer Gesprächsveranstaltung zum Thema Kundenbindung in der Alten Brennerei in Ennigerloh betont.

„Wie binde ich meine Kunden, und wie gewinne ich neue hinzu?“ Mit dieser Frage beschäftigte sich Referent Elmar Fedderke bei seinem Vortrag in der Alten Brennerei. Eingeladen hatten die Ennigerloher Werbe- und Interessengemeinschaft (ewi), Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing der Stadt Ennigerloh und die Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen.

Nur durch die Gemeinschaft einer starken Kaufmannschaft und Handwerkerschaft sowie eine gute lokale Stadtentwicklung sei es möglich, Kunden für eine mittelständisch geprägte Stadt wie Ennigerloh zu interessieren, betonte Bürgermeister Berthold Lülf. Als Berater stehe die IHK Nord Westfalen mit dem Programm „Handeln (IHK) vor Ort“ den 78 Städten und Gemeinden im Münsterland zur Seite, machte der Verantwortliche Johannes H. Höing deutlich.

mainMediaSize=950x0_type=image_publish=true_„Was muss ich heute tun, damit der Kunde morgen wiederkommt?“, war nur eine Frage, die sich mit dem Thema Kundenbindung im Einzelhandel beschäftigte. Fedderke stellte fest, dass die Kundenbindung das Lebenselixier für Handel, Handwerk und Dienstleistungen ist. Er warb darum, sich ständig die Frage zu stellen, wie man besser werden könne. „Man muss nicht schlecht sein, um besser werden zu können“, stellte der Düsseldorfer Handelsexperte klar und nahm die rund 30 Zuhörer mit auf eine Reise durch die Welt des Einzelhandels. Er zeigte Fehlentwicklungen auf und räumte mit Vorurteilen auf mit dem Ziel, die Gewerbetreibenden für seine Kernthese zu sensibilisieren: „Bindung ist Gefühlssache.“ Nicht Produkte und Preise sollten im Vordergrund stehen, sondern der Mensch. Wer das beherzige, der sei auch im Zeitalter des Internets auf dem richtigen Weg. Wer diesen Aspekt jedoch vernachlässige, der habe früher oder später ein Problem, „denn die Alternative ist nur einen Mausklick entfernt“.

Der Experte warb dafür, den Blickwinkel auf das eigene Handeln zu verändern. Eine Tatsache, die Jürgen Wedig vom ewi-Vorstand begrüßte. Die Gemeinschaft ist deshalb bestrebt, das „Networking“ auf alle Ortsteile weiter auszudehnen. „Ein wichtiger Baustein ist der Stammtisch jeden dritten Mittwoch in einem ungeraden Monat“, sagte Wedig. „Hier sind auch Nichtmitglieder eingeladen. Wir freuen uns über jeden Impulsgeber.“ Für Wedig könnte ewi auch „Ennigerloh wird interaktiv oder sogar impulsiv“ bedeuten.

 

Quelle:Die Glocke, 10.10.2013
http://www.die-glocke.de/lokalnachrichten/kreiswarendorf/ennigerloh/Der-Mensch-sollte-im-Vordergrund-stehen-3a77bcc8-8a04-4f47-8b04-9a1236537ce5-ds